Hip Hop Streetwear

Sneakers

Sneakers Sportschuhe und Sneakers Turnschuhe


Sneakers bedeutet übersetzt so viel wie "Schleicher" und ist ein Sammelbegriff für solche Sportschuhe, die man nicht beim Sport trägt, sondern als Schuhe für den Alltag einsetzt. Sneakers ähneln im Aussehen Laufschuhen, sind aber im Grunde modische Straßenschuhe. Der Name Sneakers an sich wurde im 20. Jahrhundert von einem Werbefachmann namens Henry Nelson McKinney erfunden, da sie, mit Ausnahme von Mokassins, die einzigen Schuhe waren, die im Gegensatz zu konventionellen Schuhen mit Ledersohle keinen lauten Auftritt voraussetzten, sondern ein lautloses Schleichen ermöglichten.
 
Zur modischen Fußbekleidung der Massen wurden die Sneakers in den 1950er Jahren. Damals ließ sich Teenager-Idol und Frauenschwarm James Dean wiederholt mit Sneakers fotografieren und machte so die pflegeleichten und verhältnismäßig preiswerten Sportschuhe zur modischen und besonders bei Jugendlichen sehr beliebten Fußbekleidung. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Sneakers zum Inbegriff für lässige Turnschuhe. Ursprünglich gründete das Tragen von Sneakers und Turnschuhen allgemein im Alltag auf dem Protest der Jugendlichen gegen die Erwachsenenkultur und das vorherrschende Etablissement, die durch das Tragen von glattpolierten Lederhalbschuhen geprägt waren. Durch das Tragen von Sneakers und unkonventioneller Kleidung drückte man entsprechend seinen Widerwillen und seine Abneigung dagegen aus. Sneakers

Sneakers sind wegen des geringen Pflegeaufwandes sehr beliebt

Darüber hinaus waren die Sneakers aber auch wegen des vergleichsweise geringen Pflegeaufwandes bei jungen Leuten sehr beliebt. Lederpflege und Glanzpflege fielen bei Sneakers großenteils weg. Außerdem waren Sneakers anders als die hochwertigen Schuhe aus Leder weitaus günstiger, da sie in preiswerter Massenproduktion hergestellt wurden. Natürlich gibt es auch Sneakers in hochwertiger Qualität. Diese Sneakers wurden vermutlich von Ludwig Reiter geprägt, der zum Ende der 1970er damit begann, qualitativ hochwertigere Sneakers herzustellen.

Dank Sporteuphorie setzten sich Sneakers durch

Dank einer allgemein vorherrschenden Sporteuphorie in den 1980er Jahren setzten sich die Sneakers spätestens zu diesem Zeitpunkt in großen Teilen der Bevölkerung durch und wurden im Allgemeinen als Freizeitschuhe akzeptiert. Im deutschen Sprachgebrauch setzte sich die Bezeichnung Sneakers als Begriff für bestimmte Sportschuhmodelle erst in den späten 1990ern im allgemeinen Sprachgebrauch und damit einhergehend im Marketing durch. Zusammenhängend mit dem fortschreitenden Gebrauch von Anglizismen ist es jedoch ungefähr seit der jahrtausendwende gebräuchlich geworden, nicht mehr von Sportschuhen, sondern von Sneakers zu sprechen. Sinnvoll ist diese Unterscheidung jedoch allemal. Im Gegensatz zu Sportschuhen erfüllen Sneakers nämlich keinen rein sportlichen Zweck sondern dienen in erster Linie als lässige Straßenschuhe für den Bereich der Freizeit in angesagten Formen und Farben.
 
Auch heute noch werden Sneakers hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen getragen. Laut Marketingstrategie sollen sich besonders musik- und sportbegeisterte junge Großstädter von Sneakers angesprochen fühlen.